17.03.2026
Aufholjagd kommt zu spät: TSG muss Tabellennachbarn ziehen lassen
„Am Ende fehlten uns einfach die Körner, um das Spiel noch einmal komplett zu drehen“
Musste am Abend häufig hinter sich fassen: Emmerthals Torhüter Torben Schön.
Northeimer HC II – TSG Emmerthal 31:26 (15:9).
Gebrauchter Tag im Northeimer Schuhwall: Die Verbandsliga-Handballer der TSG Emmerthal haben das Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn mit 26:31 verloren. „Wir sind überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen“, bilanzierte ein sichtlich bedienter TSG-Trainer Christian Bierstedt nach der Auswärtspartie. Von Beginn an taten sich die Gäste gegen eine griffige und offensiv ausgerichtete Northeimer Verteidigung schwer. Der TSG fehlte es im Angriffsspiel an der nötigen Bewegung ohne Ball und an der gewohnten Passsicherheit. Hinzu bemängelte Bierstedt zahlreiche Fehlwürfe und eine mangelhafte Rückzugsphase, die Northeim immer wieder einfache Gelegenheiten ermöglichte. So sahen sich die Emmerthaler bereits zur Pause mit einem deutlichen 9:15-Rückstand konfrontiert.
Verschlafener Restart und späte Aufholjagd
Wer auf eine schnelle Wende nach dem Seitenwechsel gehofft hatte, wurde enttäuscht. Die TSG verschlief den Restart in die zweite Halbzeit komplett, sodass der Vorsprung der Hausherren bis zur 35. Minute auf 19:10 anwuchs. „Darüber war ich echt angefressen“, so Bierstedt deutlich. Erst nach einer Auszeit fanden die Gäste besser in die Spur.
In dieser Phase bewiesen die Emmerthaler Moral und kämpften sich Tor um Tor heran. Angeführt vom treffsicheren Noah Wissel (7 Tore) verkürzte die TSG den Abstand in der 51. Minute mit dem Tor zum 20:24 sogar auf vier Treffer. Doch die Aufholjagd kostete zu viel Kraft. „Am Ende fehlten uns einfach die Körner, um das Spiel noch einmal komplett zu drehen“, gestand Bierstedt. Northeim, bei denen vor allem Serxho Ramazani mit neun Treffern glänzte, ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Fazit und Ausblick
Dadurch ziehen die Northeimer in der Tabelle an Grün-Weiß vorbei, die TSG bleibt auf Rang sieben zurück. „Wir hätten die Option gehabt, oben dranzubleiben, jetzt müssen wir erst einmal Wunden lecken, bevor es dann in vier Wochen weitergeht“, resümierte der Coach.
TSG Emmerthal: Noah Wissel (7), Kai Gellermann (6), Yannik Gerber (4), Ruben Bormann (4/2), Thorben Joost (2), Lukas Huchthausen (2), Nils Christopher Becker (1).
Quelle : AWesA

